Nazis finden Unterschlupf unter kirchlichem Dach, hier in der Einrichtung Bethel
Kurzbiographie von E.Gerke:
Dr.Ernst Gerke, geb.1909. Studierte 1927 bis 1932 Jura in Kiel und Göttingen. 1932 wurde er promoviert und er machte sein Assessor-Examen 1934 in Berlin. 1932 trat er in die NSDAP ein. Bis 1936 Polizeidezernent beim Reg.Pr. Hildesheim, zuletzt Leiter der Stapo-Stelle. 1937/38 Stapo-Leitstellenleiter in Elbing, das gleiche 38/39 In Chemniz. Von Kriegsbeginn bis Nov. 39 war er als Verbindungsführer der Einsatzgruppe IV zur Wehrmacht in Polen eingesetzt. Diese Einatzgruppen ermordeten polnische Juden aber noch gezielter die Angehörigen der polnischen Intelligenz schon ab Sept. 39. Anschließend bis Sept. 42 Leiter der Stapo-Leitstelle in Breslau, danach die gleiche Funktion in Prag.
Nach 1946 konnte er mit etlichen Gesinnungsgenossen in Bethel unterschlüpfen. Gerke avancierte dort bald zum Justitiar und Verwaltungsleiter in Bethel. Auch er nutzte eiskalt die "kalte Amnstie".
Wie er sich vor einem möglichem Prozess drücken konnte, das ist gut nachzulesen. Ulrich Herbert "Best" Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft.
Das auch "Püppi", die Tochter Himmlers, die nie dem bösem abgeschworen hatte, ebenso wie ihre Mutter dort in Bethel war schrieb ich auch schon. Von Anfang 46-52 lebte sie dort und ihr wurde im Gegensatz zu den "Zöglingen" in den Anstalten ermöglicht eine Schneiderlehre zu absolvieren.
...
Vor diesem Hintergrund ist es fast schon selbstverständlich, das die Anstaltsleitung am 19.07.1947 einen Gnadengesuch, allerdings erfolglos für Prof. Brandt einreichte.
Prof. Brandt, Generalkommisar f. d. Sanitäts und Gesundheitswesen. Er führte mit Bouhler verantwortlich die Euthanasie durch und war verantwortlich für die Koordinierung der Menschenversuche in den KZ.
Brandt wurde wegen seiner Verantwortung für die Menschenversuche und teilweise eigene Beteiligung an ihnen am 20.08 1947 zum Tode verurteilt und am 02.06.1948 hingerichtet.
Mit ihrem Gnadengesuch hatte die Anstaltsleitung von Bethel sich schon zu dieser Zeit wieder eingemischt in die Justiz und zwar rasant. Brandt hatte in seinem Prozess gesagt, Bodelschwingh sei ein Warner gewesen!
Dieser Satz reichte anscheinend, um ums Leben von Brandt zu kämpfen. Ich verstehe ihn nur als vorgeschoben um einen alten braunen Gefährten zu retten.
Wer Details von diesen Menschenversuchen kennt, der wird es nicht verstehen.
Arwin am 01. 03. 09 in Beitrag 1045 im Daikonieforum zu den Verstrickungen der Anstalt Bethel mit Nazis nach dem Krieg
Dr.Ernst Gerke, geb.1909. Studierte 1927 bis 1932 Jura in Kiel und Göttingen. 1932 wurde er promoviert und er machte sein Assessor-Examen 1934 in Berlin. 1932 trat er in die NSDAP ein. Bis 1936 Polizeidezernent beim Reg.Pr. Hildesheim, zuletzt Leiter der Stapo-Stelle. 1937/38 Stapo-Leitstellenleiter in Elbing, das gleiche 38/39 In Chemniz. Von Kriegsbeginn bis Nov. 39 war er als Verbindungsführer der Einsatzgruppe IV zur Wehrmacht in Polen eingesetzt. Diese Einatzgruppen ermordeten polnische Juden aber noch gezielter die Angehörigen der polnischen Intelligenz schon ab Sept. 39. Anschließend bis Sept. 42 Leiter der Stapo-Leitstelle in Breslau, danach die gleiche Funktion in Prag.
Nach 1946 konnte er mit etlichen Gesinnungsgenossen in Bethel unterschlüpfen. Gerke avancierte dort bald zum Justitiar und Verwaltungsleiter in Bethel. Auch er nutzte eiskalt die "kalte Amnstie".
Wie er sich vor einem möglichem Prozess drücken konnte, das ist gut nachzulesen. Ulrich Herbert "Best" Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft.
Das auch "Püppi", die Tochter Himmlers, die nie dem bösem abgeschworen hatte, ebenso wie ihre Mutter dort in Bethel war schrieb ich auch schon. Von Anfang 46-52 lebte sie dort und ihr wurde im Gegensatz zu den "Zöglingen" in den Anstalten ermöglicht eine Schneiderlehre zu absolvieren.
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Vor diesem Hintergrund ist es fast schon selbstverständlich, das die Anstaltsleitung am 19.07.1947 einen Gnadengesuch, allerdings erfolglos für Prof. Brandt einreichte.
Prof. Brandt, Generalkommisar f. d. Sanitäts und Gesundheitswesen. Er führte mit Bouhler verantwortlich die Euthanasie durch und war verantwortlich für die Koordinierung der Menschenversuche in den KZ.
Brandt wurde wegen seiner Verantwortung für die Menschenversuche und teilweise eigene Beteiligung an ihnen am 20.08 1947 zum Tode verurteilt und am 02.06.1948 hingerichtet.
Mit ihrem Gnadengesuch hatte die Anstaltsleitung von Bethel sich schon zu dieser Zeit wieder eingemischt in die Justiz und zwar rasant. Brandt hatte in seinem Prozess gesagt, Bodelschwingh sei ein Warner gewesen!
Dieser Satz reichte anscheinend, um ums Leben von Brandt zu kämpfen. Ich verstehe ihn nur als vorgeschoben um einen alten braunen Gefährten zu retten.
Wer Details von diesen Menschenversuchen kennt, der wird es nicht verstehen.
Arwin am 01. 03. 09 in Beitrag 1045 im Daikonieforum zu den Verstrickungen der Anstalt Bethel mit Nazis nach dem Krieg
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